Schmutziger Donnerstag

Schmutziger Donnerstag

04/02/2016 Blog saublos Narrenwissen 0

Helau ihr Narren aus nah und fern,

jetzt beginnen die tollen Tage bis zum Aschermittwoch. Viele Umzüge, Sitzungen, bunte Abende, Faschingsparty, Bälle und viel mehr stehen uns bevor. Wir wünsche euch allen viel Spaß und frohe Stunden in gemütlicher Gesellschaft.

Euer saublos Narrenkalender

Der Vater furzt, die Kinder lachen, so kann man billig Freude machen. 😀

 

Schmotziger Donnerstag

Der Schmotzige Donnerstag der schwäbisch-alemannischen Fastnacht ist das Gegenstück zurWeiberfastnacht, die am Rhein und in anderen Teilen Deutschlands gefeiert wird. Am Schmotzigen Donnerstag, dem Donnerstag in der Woche vor Aschermittwoch, wird die Endphase der närrischen Zeit eingeläutet.

An diesem Tag feiern viele Narren auf Straßenumzügen. Der Bürgermeister wird vielorts symbolisch entmachtet und muss den Schlüssel zum Rathaus an die Narren abgeben. Ein Krawatten-Abschneiden (um die Macht der Männer zu kürzen) wie im Rheinischen gibt es hier allerdings nicht.

In früheren Zeiten haben die Menschen am Schmotzigen Donnerstag zum letzten Mal vor der österlichen Fastenzeit geschlachtet. An das bevorstehende Fasten erinnert auch das Fasnetsküchle, eine fettgebackene Spezialität, die an diesem Donnerstag verspeist wird. Das alemannische Wort “Schmotz” für Fett gab diesem Tag seinen Namen, denn Fett und Fleisch waren beim Fasten tabu.

(Quelle: Narrenlexikon.de)

 

Weiberfastnacht

Traditionell werden die Faschings- und Karnevalsbräuche von Männern dominiert. Eine Ausnahme bildet die Weiberfastnacht (Kölsch “Wieverfastelovend”, “Schmutziger Donnerstag”), die am Donnerstag vor Rosenmontag gefeiert wird. An diesem Tag übernehmen die Frauen symbolisch die Macht und läuten zudem den Beginn des turbulenten Straßenkarnevals ein.

In vielen rheinischen Städten stürmen die Frauen die Rathäuser (wo tatsächlich meistens Männer regieren). Noch bekannter ist der Brauch, dass Frauen den Männern zur Weiberfastnacht die Krawatten abschneiden – als Ausdruck der gestutzten Männlichkeit. Wer zu Weiberfastnacht als Besucher im Rheinischen weilt, sollt sich darauf gefasst machen, dass diese Sitte tatsächlich praktiziert wird.

Die erste Weiberfastnacht der Karnevalsgeschichte wurde 1824 im Bonner Stadtteil Beuel gefeiert. Damals schlossen sich die Beueler Wäscherinnen zu einem Festkomitee zusammen, das die Teilnahme am Karneval durchsetzte.

(Quelle: Narrenlexikon.de)